Ontologische Kinesiologie (OK)

Ein Beispiel

Ich bin verkühlt und frage mich warum.
Antwort: weil ich in der Zugluft gesessen bin, vollkommen klar!
Das ist sicher noch der Rest von meiner Bronchitis vom vorigen Jahr, die ist noch nicht ganz ausgeheilt. Blöde Verkühlung, ich muss morgen fit sein.
Ich nehme also ein Erkältungsmittel und die Sache ist für mich erledigt.
So kann ich morgen wieder problemlos in den 2. Teil des Verkaufsmeetings gehen.

 

Ich kann aber auch die Perspektive wechseln:

Ich bin verkühlt, weil ich in der Zugluft gesessen bin.
Warum bin ich in der Zugluft gesessen?
Antwort: Weil ich in dem Meeting zu schüchtern war um aufzustehen und das Fenster zu schließen.  Es sind ja noch 5 andere Kollegen im Raum und für die war es OK so. Ich bin nicht so wichtig und will den Vortrag vom Chef nicht stören. Das gehört sich nicht und obendrein will ich nicht wehleidig erscheinen. Ich werde eh schon immer belächelt weil ich so dünn bin.
Meine Mutter sagt eh immer ich solle mehr essen aber die braucht nicht gescheit sein, immerhin habe ich meine Figur von ihr geerbt. 

Doch wer oder was ist nun wirklich schuld?
Das Fenster wurde ja nur in der Pause kurz zum Lüften aufgemacht und niemand hat es wieder zu gemacht, das wurde ganz einfach vergessen. Und es hat sich ja auch niemand beschwert. Meine Kollegen nicht und ich auch nicht.
Also wer ist nun schuld an meiner Verkühlung???

 

Die Ontologische Sichtweise:

Die Ontologische Kinesiologie entkoppelt diesen Prozess nun von seiner Kausalität und jeglicher Schuld.
Meine Verkühlung bringt mich somit in Kontakt mit meinen eigenen Gefühlen und Verhalten.
Mit meinem Gefühl der Minderwertigkeit, nicht Auffallen zu wollen, zu stören, mich nicht wichtig zu nehmen, zu glauben etwas stünde mir nicht zu. Und obendrein mit der immer wiederkehrenden Bestätigung, meinen Körper nicht so annehmen zu können wie er ist, mich selbst ein wenig dafür zu verurteilen und meine Mutter gleich mit dazu.

Mein intelligentes ICH-System (oder meine innere Stimme, mein höheres Selbst, meine Körperintelligenz, meine innere oder kosmische Führung – das sind alles nur Begriffe verbunden mit Ideen, Vorstellungen und erdachten Konzepten) entwickelt also eine Verkühlung um mich auf jene Schattenanteile meines Selbst hinzuweisen. Zweifellos bin das ja alles ICH.

Das Gefühl weniger Wert als andere zu sein, kennt unser System im Originalzustand (sozusagen in der Werkseinstellung) aber nicht. Es resultiert nur aus dem ständigen Vergleich mit anderen. Unser Verstand hat die Tendenz möglichst alles zu bewerten und zu beurteilen, damit wir es für uns einordnen können. Denn einfach nur so hinnehmen wie etwas ist, will unser Verstand nicht. (eine zutiefst menschliche Eigenschaft)

Als Kleinkind (oder auch als Tier) kämen wir aber niemals auf die Idee, dass uns etwas nicht zustünde. Warum auch. Entweder wir können etwas bekommen oder nicht. Aber die Frage ob uns etwas zusteht oder wir gut genug sind, ist uns nicht angeboren. Sie wurde uns erst im Laufe unseres Lebens von unserer Umwelt vermittelt.
Und weil wir oft genug gehört haben nicht gut genug zu sein, und um uns selbst in ein Schema einordnen zu können, hat es unser Verstand übernommen und im Unterbewusstsein abgespeichert.

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Diese Ausführungen hier sind aber auch nur EIN Teil EINER Wahrheit!
Denn Ihre Eigene Wahrheit kennen nur Sie selbst, niemand sonst kann sie kennen.

Darum ist es die Aufgabe der Ontologischen Kinesiologie Sie mit Ihrer Eigenen Wahrheit in Kontakt zu bringen.

Durch das Erkennen dieser Kräfte bekommen Symptome wieder ihren Sinn zurück und wir können sie dankbar annehmen.

Durch das Gewahr-werden und Bewusst-werden dieser Intelligenz, die uns durchs Leben trägt, können wir unsere Symptome aber auch wieder gehen lassen und brauchen nicht mehr an ihnen festzuhalten.

Wir können uns getragen fühlen vom Fluss unseres eigenen Lebens!

Meine Verkühlung kann mir also helfen, morgen vor allen Leuten aufzustehen und das Fenster zu schließen.
Dabei werde ich vielleicht sogar verstohlene Blicke der Bewunderung bemerken, weil ich mir das selbst wert bin und mir zutraue!
Und sogar Dankbarkeit spüren, weil anderen auch zu kalt war, die aber noch nicht das Geschenk der Verkühlung bekommen haben!

Diese Kraft, derer ich mir nun bewusst bin, kann mich aber auch dabei unterstützen noch viel mehr zu tun, als „nur ein Fenster zu schließen“!
Denn das Fenster zu schließen, ist „nur“ die äußere Manifestation eines neuen Bewusstseins-Zustandes.

 

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.
Gautama Buddha
 

Nelson Mandela zitiert in seiner Antrittsrede Marianne Williamson

Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind,
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: “Wer bin ich eigentlich,
dass ich leuchtend, begnadet,
phantastisch sein darf?”
Wer bist du denn, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.

Wenn du dich klein machst,
dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du schrumpfst,
damit andere um dich herum,
sich nicht verunsichert fühlen.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit
Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser eigenes Licht
Erstrahlen lassen,
geben wir unbewusst anderen
Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen
Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart
ohne unser Zutun andere befreien.

 

Ontologische Kinesiologie ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung und erstellt keine Diagnosen. Sie versteht sich als optimale Begleitung und Unterstützung in Entwicklungs-, Wachstums- und Veränderungsprozessen. Es ist in der Verantwortung jedes einzelnen sich für seinen persönlichen Weg zu entscheiden.

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